Das Zentrum | Buddhistisches Zentrum Scheibbs

Geschichte

Das Buddhistische Zentrum Scheibbs (BZS) wurde im Jahr 1975 von einer Gruppe Wiener Buddhistinnen gegründet.
In dieser frühen und von Aufbruch geprägten Zeit des Buddhismus in Österreich entstand der Wunsch, die Lehre Buddhas nicht nur theoretisch zu studieren, sondern in gemeinsamer Praxis zu leben – an einem Ort der Stille, abseits der Hektik der Großstadt.

Die Anfänge: Idealismus und Gemeinschaft

Zu den Gründerinnen zählten Franz Ritter, Paul Köppler, Erich Skrleta, Ingrid Schreiber und andere engagierte Praktizierende.
Sie wurden gefördert und inspiriert von bereits etablierten Buddhisten wie Tino Dolezel, Ernst Schönwiese und vor allem Walter Karwath.

Nach längerer Suche fand die Gruppe ein geeignetes Objekt:
die ehemalige Kuranstalt des Österreichischen Blindenverbandes, die damals zum Verkauf stand.
Mit viel Einsatz und durch private Darlehen konnte die Kaufsumme von 750.000 Schilling aufgebracht werden.
So entstand der Grundstein für das, was bis heute ein Ort der Praxis, Begegnung und Achtsamkeit ist.

Das Anwesen umfasste das Haupthaus, einen kleinen Park, ein Wäldchen und einen Gemüsegarten – ein idealer Rahmen für Meditation, Rückzug und gemeinsames Arbeiten.

Aufbaujahre und Entwicklung

In den ersten Jahren wurde das Gebäude hauptsächlich durch die jeweilige Hausgemeinschaft in Eigenleistung renoviert.
Später kamen professionelle Handwerkerinnen hinzu, sodass das Haus nach und nach auf einen einfachen, aber funktionalen Standard gebracht wurde – schlicht, aber ideal für Meditationspraxis und Retreats.

Die Aufbruchsstimmung jener Zeit führte auch zu weiteren Initiativen:
So wurde im Zentrum die buddhistische Zeitschrift „Bodhibaum“ herausgegeben, und aus dem Kreis der Beteiligten entstand später das Buddhistische Zentrum Wien – zunächst am Dannebergplatz, später am Fleischmarkt 16.  

Lehrende und prägende Persönlichkeiten

Viele DharmalehrerInnen haben das Zentrum über die Jahrzehnte geprägt.
Besonders erwähnenswert dabei Ursula Lyon, Genro Koudela und vor allem Norman Rosenberg, der entscheidend die Ausrichtung des Zentrums als einen sicheren Rückzugsort für viele geprägt hat.

Der Trägerverein

Das Zentrum wird vom gemeinnützigen „Verein der Freunde des Buddhistischen Kultur- und Meditationszentrums Scheibbs“ getragen.
Die Mitgliedschaft steht allen offen, die den Erhalt und die Weiterentwicklung des Hauses unterstützen möchten.
Mehr Informationen dazu finden Sie unter Mitgliedschaft.