Dana
Dana bedeutet „selbstloses Geben“.
Es ist eine der ältesten und grundlegenden Übungen im Buddhismus – ein Weg, Großzügigkeit, Dankbarkeit und Verbundenheit zu kultivieren.
Im Buddhistischen Zentrum Scheibbs spielt Dana eine zentrale Rolle, denn es ermöglicht die Weitergabe der Lehre, die Durchführung der Retreats und die Praxis der Lehrenden.
Was bedeutet Dana bei einem Retreat oder Seminar?
Wenn bei den Kosten eines Retreats Dana angeführt ist, bedeutet das:
- Der Unterricht findet auf Dana-Basis statt.
- Die Unterrichtenden – ob Mönche, Nonnen oder langjährige Praktizierende – werden nicht vom Zentrum bezahlt.
- Sie sind selbst Gäste des Hauses und geben ihren Unterricht ohne Honorar.
- Sie vertrauen darauf, dass die Teilnehmenden durch Dana ihre Arbeit ermöglichen.
In der buddhistischen Tradition wird der Lebensunterhalt der Lehrenden durch die Großzügigkeit ihrer Schüler:innen getragen.
Durch materielle Unterstützung ermöglichen die Teilnehmerinnen den Lehrerinnen, ihre spirituelle Praxis zu vertiefen und ihr Wissen weiterzugeben.
Die Praxis der Lehrenden
Auch wenn viele der hier Unterrichtenden keine ordinierten Mönche oder Nonnen sind, widmen sie einen großen Teil ihres Lebens:
- dem Studium,
- der Meditation,
- und der fortwährenden Vertiefung ihrer Praxis.
Diese gelebte, verkörperte Praxis bringen sie in den Meditationsraum – auf ihr ruht ein Retreat in seiner ganzen Tiefe und Qualität.
Der Sinn von Dana
Dana ist Ausdruck von Wertschätzung für das, was man empfangen hat:
Inspiration, Stille, Anleitung, Orientierung, Unterstützung.
Gleichzeitig hat Dana im Westen eine sehr konkrete Bedeutung:
Es trägt wesentlich zur materiellen Grundlage der Lehrenden bei.
Ohne Dana wären viele Retreats, wie wir sie kennen, schlicht nicht möglich.
Dana ist kein Preis und keine Gegenleistung.
Es ist ein freiwilliger Ausdruck des Herzens und zugleich ein Beitrag dazu, dass diese Arbeit weitergeführt werden kann, heute und in Zukunft.
Wie viel soll man geben?
Nur du selbst kannst entscheiden, welcher Betrag für dich stimmig ist.
Es geht nicht um die Höhe, sondern um die Haltung, in der gegeben wird.
Und dennoch:
Damit die Lehrenden ihren Weg weitergehen und Retreats anbieten können, braucht es einen realen, spürbaren Beitrag.
Im Sinne der kontemplativen Praxis ist Dana eine Übung:
- des Loslassens,
- der Großzügigkeit,
- und des Gebens vom Herzen her und mit einem Bewusstsein für die Verantwortung, die wir gemeinsam tragen.