Lehre & Praxis
Die Lehre des Buddha ist einfach und zugleich tief.
Sie beginnt mit der Einsicht, dass Leid entsteht, wenn wir anhaften – an Vorstellungen, an Wünschen, an dem, was wir „Ich“ nennen.
Die Praxis zeigt, wie dieser Kreislauf sich lösen kann: durch ethisches Handeln, Meditation und Einsicht.
Im BZS pflegen wir die Praxis der Stille und der Achtsamkeit.
Im Sitzen, im Gehen und im bewussten Tun entsteht jener Raum, in dem der Geist klar und ruhig wird.
So kann sich Mitgefühl entfalten – zuerst für uns selbst, dann für alle Wesen.
Die ethische Grundlage bildet das achtsame Handeln im Alltag: nicht zu schaden, hilfreich zu sein, und den Geist zu klären.
In der Meditation erfahren wir unmittelbar, wie Gedanken kommen und gehen, wie Gefühle entstehen und vergehen, und wie sich im Erkennen Stille vertieft.
Ergänzend dazu gehört das Studium der Lehre – Texte, Vorträge und gemeinsames Reflektieren.
Wissen und Erfahrung greifen ineinander: Verstehen ohne Praxis bleibt abstrakt, Praxis ohne Einsicht bleibt blind.
So entsteht jener mittlere Weg, den der Buddha lehrte – ein Weg der Balance zwischen Stille und Handlung, Achtsamkeit und Mitgefühl.
Wer diesen Weg geht, findet weder Flucht noch Dogma, sondern eine lebendige Übung des Erkennens und Loslassens.